U16 Passau/Sonnen beim Osterturnier in Wien erst im Achtelfinale gescheitert PDF Drucken E-Mail
Sport - Basketball
Geschrieben von: Moschek Philip   
Sonntag, 04. April 2010 um 12:57 Uhr

 

Passau/Sonnen U16 beim Osterturnier in Wien teuer verkauft – 5 Siege, 1 Niederlage
 
Das Wiener Osterturnier ist seit 1990 im Terminkalender vieler Klubs aus ganz Europa. 425 Jugendmannschaften aus 20 Nationen im Alter von 12 bis 19 Jahren tummelten sich auch heuer wieder unter den Körben auf 33 Spielfeldern. Ca 5000 Spieler/innen mit Betreuern müssen aber nicht nur spielen, sondern auch 5 Tage lang schlafen und essen, eine organisatorische Mammutaufgabe für ca. 350 Helfer.
 
Die Passau/Sonnener Gemeinschaftstruppe, begleitet von den Trainern Till Hannasky und Bernd Zauner musste in ihrer U16 – Gruppe in der Vorrunde gegen „Basket Pieve 94“, eine Mannschaft aus der Nähe von Treviso in Norditalien antreten. Da Italiener für guten Basketball bekannt sind, hatte man schon gehörigen Respekt und die Nervosität war dem Team anzumerken. Aber die technisch guten Italiener trafen auf eine hoch motivierte niederbayerische Truppe, die hervorragend verteidigte und gut unter dem Korb ausblockte. Die ersten beiden Viertel gingen mit 11:4 und 16:4 an Passau, Halbzeit 27:8. Jetzt konnte man es etwas gemütlicher angehen, letztendlich kam ein 50:39 – Sieg zustande.
 
Als nächster Vorrundengegner wartete „BC Darmstadt“. Auch in diesem Match zeigte sich, dass Passau/Sonnen hohes Tempo und große Intensivität gehen kann. Der Gegner wurde mit Viertelergebnissen von 21:6, 19:4, 12:4 und 24:7 förmlich überrannt. Endergebnis 64:21.
Nach diesem überzeugenden Sieg tauchte berechtigte Hoffnung auf, die Vorrunde zu überstehen und im Bewerb weiter spielen zu können. Aber noch warteten 2 weitere Vorrundengegner.
 
Mittwoch um 8:00 Uhr spielen zu müssen, war eine Herausforderung, noch dazu gegen eine Mannschaft aus der Basketballhochburg „T71 Düdelingen“ aus Luxembourg. Die Trainer hatten dieses Team am Vortag schon beobachtet und als sehr harten Brocken identifiziert.
Die Luxemburger kamen auch wacher aus den Startlöchern und führten nach dem 1. Viertel mit 13:7. Aber schon im 2. Abschnitt funktionierte die Passauer Defense besser gegen die flink und druckvoll agierenden Kontrahenden. Das Viertel ging mit 18:13 an die Bayern, Halbzeit 25:26 aus Passauer Sicht. Dann setzte man sich langsam aber sicher immer mehr durch, die Rebounds wurden von den Centern Alexander Kanygin und Felix Ruhland mehr und mehr beherrscht, Matthias Kandlbinder spielte druckvoll in Angriff wie Verteidigung. Mit 11:9 und 16:10 gingen beide Viertel an Passau, das Spiel wurde 52:45 gewonnen.
 
Im 4. Vorrundenspiel ging es gegen QMB Tirana aus Albanien. Dieses Match verlief äußerst einseitig zugunsten der Niederbayern, die Viertelergebnisse 21:2, 19:3, 16:3 und 24:6 sprechen für sich. Dies bedeutete den Gruppensieg, groß war die Freude bei Spielern, Trainern und mitgereisten Eltern.
 
Nach einem Tag Spielpause ging es nun in die erste KO – Runde. Der „Basketballclub Valais“ aus der Schweiz war als Gegner zugeteilt. Gleich musste man erkennen, dass die Schweizer einen flinken und kampfbetonten Basketball spielten. Passau/Sonnen gestaltete die effektivere Reboundarbeit und konnte auch das Tempo mitgehen. Mit 10:6, 9:8, 16:10 und 20:13 konnten alle vier Spielabschnitte gewonnen werden. Mit diesem 55:37 – Sieg zog man wieder eine Runde weiter.
 
Wenig später wartete der „Griechische TV Omiros Fürth“ als nächster Gegner im Achtelfinale. Dieses Team war mit fast 100% Griechen und Türken besetzt, die mit südländischer Begeisterung äußerst kampffreudig die Begegnung angingen. In der ersten Hälfte konnte Passau die nötige Ruhe bewahren, intensiv mitgehen und nach einer 18:10 Viertelführung auch zur Halbzeit noch mit 28:24 vorn liegen. Aber im 3. Abschnitt kippte dann das Spiel, die Fürther zeigten einen unbändigen Siegeswillen. In der 4. Minute war mit 36:34 die erste Führung der „bayerischen Griechen“ perfekt. Diese gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her, obwohl Passau/Sonnen aufopfernd kämpfte. Der sehr einseitige Umgang vor allem eines türkischen Schiedsrichters zu Ungunsten der Passauer war auffallend. Seine freudige Umarmung mit dem türkischen Center der Fürther nach deren glücklichem 55:50 – Sieg mitten auf dem Spielfeld hinterließ einen faden Beigeschmack, aber Passau/Sonnen war ausgeschieden.
 
Als man am nächsten Tag mitbekam, dass der Vorrunden Zweite Düdelingen nach weiteren Siegen über Sofia, Genua und Ulm das Turnier gewonnen hatte, war man einerseits stolz darauf, dass man den Sieger des Turniers als einzige Mannschaft (in der Vorrunde) besiegt hatte und unter 44 Mannschaften ins Achtelfinale vorgestoßen war, andererseits enttäuscht, weil man sich selbst gerne in dieser siegreichen Rolle gesehen hätte.
 
Fazit: Ein schönes Turnier, eine tolle Stadt, die man auch auf einer Stadtrundfahrt besichtigt hatte, wichtige sportliche Erfahrungen, neue Sportkontakte, ein tolles Beiprogramm (ÖBB – Allstarday 2010), ein rundum gelungener Ausflug in die österreichische Hauptstadt – und man hatte den niederbayerischen Basketball sehr gut vertreten.
 
Die Jugendmaßnahme wurde von der Sparkasse Passau unterstützt.
 
 
Bericht Rainer Moschek